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BLUR GITARRIST GRAHAM COXON
Blur Gitarrist Graham Coxon hat jetzt auf die Meldungen der britischen Tageszeitung 'The Mirror' reagiert, wonach er angeblich nach einem Streit mit Frontmann Damon Albarn die Band verlassen haben soll. Dem NME gegenüber erklärte Coxon, dass er definitiv noch Mitglied bei Blur sei und es einen Streit in dieser Form niemals gegeben habe.
Zur Zeit befinden sich Blur im Studio, um ihr neues Album aufzunehmen. Laut dem 'Mirror' sei es bei den Arbeiten zu einer Serie von Unstimmigkeiten zwischen Coxon und Albarn gekommen, an deren Ende Coxon die Band verlassen habe. Dem NME sagte Coxon wörtlich: 'Ich kenne Damon seit meinem 12. Lebensjahr. Jede Meinungsverschiedenheit zwischen uns erledigt sich immer ziemlich schnell von selbst und würde niemals zu solchen weitreichenden Konsequenzen führen. Ernsthaft, ich bin immer bei Blur und habe mächtig Spaß daran, dieses neue Album einzuspielen.'

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SCARS?
Auf fast allen Alben Gary Moores aus den vergangenen zwei Jahrzehnten hat ganz groß der Name des Gitarristen gestanden - dann der Titel noch, sonst aber nichts. Bei seinem neuen Album «Scars» (Sanctuary) ist das anders: «Scars is Gary Moore, Cass Lewis & Darrin Mooney» heißt es da. Der Name des inzwischen 50-jährigen ist freilich in den größten Lettern gedruckt. Aber schon die ersten Takte kommen mit solch einer kollektiven Wucht aus den Boxen, dass man sich nicht länger wundert, warum Gary Moores neues Album nicht einfach nur «Scars» heißt, sondern zugleich mehr ankündigt.
«Wir haben darüber gesprochen, ein Ding wie Jimi Hendrix zu machen, so was wie Band of Gipsies», erklärt Moore im AP-Interview. «Wir sind eine Dreimannkapelle mit Neigung zum Improvisieren. Das ist also die Grundlage. Als wir dann zusammen spielten, hat sich die Band von selbst weiter entwickelt. Rock kam dazu. Es ist eine Kombination von beidem.»
Nach aufwändigen Blues-Alben Anfang der 90er Jahren und zwei experimentellen CDs danach wollte Moore wieder mit einem Trio arbeiten. Primal-Scream-Drummer Mooney fragte er bei einer Tournee, ob er einen Bassisten empfehlen könne. Der nannte Lewis, der die erste Zeit nach der Auflösung von Skunk Anansie mit Fotografieren überbrückte. Als dann der Anruf von Moores Manager kam, war Lewis schnell klar, dass Musik sein Hauptberuf war: «Ich konnte Mr. Moore nicht die kalte Schulter zeigen», sagt er. Bei den ersten Proben, ergänzt Moore, habe sich das sofort wie die Seele einer Band angehört. «Für mich ist das kein Nebenprojekt. Für mich ist das eine Band, ich hänge mich da voll rein.»
Dass «Scars» nach Jimi Hendrix und Rory Gallagher klingt, führt Moore auf die gemeinsamen Blues-Wurzeln zurück. Den Standard «Catfish» hätten ja beide gespielt - mit Bass, Schlagzeug, Gitarre, sonst nichts. «Alles kommt zurück», sagt Moore. «Das (Trio) ist einfach das, wo man die größte Freiheit hat. Alles klingt größer, es ist mehr Raum und Dynamik für die Musiker. Mehr Platz für Spontaneität, Improvisation.»
Den nutzt die Band bei langen Stücken wie «Who knows» (gut zehn Minuten) und «Ball And Chain» (fast 13 Minuten). «Na, da gibt's was für's Geld» lacht Moore. «So sind sie halt. Einige der anderen Lieder waren auch so lang, und wir kürzten sie. Wir wollten aber ein paar so lassen, um zu zeigen, wie wir zusammen improvisieren. Das ist ein wichtiger Teil dieser Band. Viele machen das heute nicht mehr, aber das heißt ja nicht, dass das richtig ist. Jimi Hendrix hatte lange Songs, Cream und viele Bands hatten welche, wo sie einfach jammten.»
Lewis ergänzt: «Das ist eine Reaktion auf diese Wegwerfgesellschaft. Dass alles sofort konsumierbar ist. Diese vorgefertigten 'Ooohs'. Nein, nein und noch mal nein: Lass es spielen. Lass es rollen. Wenn alle Vier-Minuten-Pop machen, spielen wir Musik für uns - und für Erwachsene. Das sind keine Kiddie-Pop-Songs, die man an- und einschaltet. Fuck off, that is real music!»
Und wirkliche Musik hat pure Energie, sagen beide. Und schlagen wieder den Bogen von Hendrix bis Kurt Cobain: «Cobain war als Songwriter eine Persönlichkeit. Und das hat die Jungen angesprochen. Das war kein Alternative-Pop, bei dem dir ein 41-jähriger was über Teenager-Probleme vorsingt. Es kam von Kurt Cobain selbst, aus seinem Innersten. Jetzt machen sie daraus eine Ware. Wenn Kurt es gemacht hat, war es echt. Das ist der Unterschied. Wenn Jimi Hendrix was gemacht hat, war es echt. Wenn Lenny Kravitz was macht, ist es eine Ware. Verschiedene Dinge; eine Dimension fehlt. Viele imitieren Jimi, aber da steckt nichts dahinter.»
Also kein Mitleid mit einer über Umsatzrückgänge klagenden Musikindustrie. «Sie züchten Kinder für Ruhm und Erfolg auf einem weltweiten Niveau heran. Sie haben eine Generation hervorgebracht, die nur an Erfolg und Geld denkt. Es gibt zwar auch junge Rockbands, die wissen, was sie spielen. Wenn du aber nicht 20 Millionen Platten verkaufst, bist du ein Versager.» Lewis stellt fest, dass keine Arbeit mehr in die Entwicklung von Künstlern investiert werde. «Im Grunde machen sie Popstars aus Leuten, die vor dem Spiegel mit der Haarbürste geübt haben.»
Trotz allem sehen beide optimistisch in die Zukunft. Für Moore ist die Gitarre wieder ganz groß im Kommen. Überhaupt: «Es gibt keinen Rock ohne Gitarren.» Als «Special Guest» begleitet seine Band im Oktober ein anderes Power-Trio auf Deutschlandtournee: ZZ Top.

Tourdaten:
08.10. Hamburg (Sporthalle)
10.10. Berlin (Arena)
11.10. Leipzig (Arena)
12.10. Frankfurt (Jahrhunderthalle)
15.10. Saarbrücken (E-Werk)
18.10. Essen (Grugahalle)
19.10. München (Olympiahalle)
20.10. Stuttgart (Schleyerhalle)

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GEORGE HARRISONS LETZTES ALBUM
Los Angeles (Reuters) - Das letzte zu Lebzeiten aufgenommene Album des Ex-Beatles George Harrison soll kurz vor seinem ersten Todestag im November erscheinen. "Brainwashed" solle am 19. November herauskommen, sagte eine Sprecherin der Plattenfirma am Montag. Harrison hatte bis kurz vor seinem Tod zusammen mit seinem Sohn Dhani und dem langjährigen Freund und Musikerkollegen Jeff Lynne an dem Album gearbeitet. "George kam zu mir und hatte immer einen neuen Song dabei. Er klimperte ihn mir auf der Gitarre oder der Ukulele vor. Die Lieder warfen mich einfach um", sagte Lynne. Das Album, das den Arbeitstitel "Portrait of a Leg End" hatte, bringt elf neue Lieder sowie ein neu eingespieltes Stück. "George sprach die ganze Zeit darüber, wie das Album klingen sollte. Und da war immer diese spirituelle Energie, die in die Liedtexte und die Musik einfloss", sagte Lynne. Der ehemalige Musiker des Electric Light Orchestra spielte schon in den 80er Jahren mit Harrisons Band Traveling Wilburys. Er half zudem bei der Produktion des Beatles-Albums "Anthology" und arbeitete jeweils einzeln mit den früheren Beatles-Musikern Ringo Starr und Paul McCartney. George Harrison war im vergangenen Jahr am 29. November an Krebs gestorben. Er wurde 58 Jahre alt. Zu Lebzeiten erschien sein letztes Album bei Harrisons eigenem Label Dark Horse in Verbindung mit EMI Recorded Musik, einem Unternehmen des Plattenriesen EMI Group Plc.
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